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Wiedergutmachung bei Opfern des §175 StGB

Nachdem es in Großbritannien schon seit Jahren eine Diskussion um die Rehabilitierung von in der Vergangenheit strafrechtlich verfolgter Opfer sexueller Minderheiten gab, diskutiert auch das politische Berlin seit mehr als einem Jahr über eine Rehablilitierung und Entschädigung von Verfolgten des §175 Strafgesetzbuch. In dem Gesetz der westdeutschen Bundesrepublik wurde bis zur großen Strafrechtsreform Ende der 60er Jahre die Homosexualität verboten. Man geht von zehntausenden Opfern seit der Gründung der Bundesrepublik aus.

Bis 1935 wurden in diesem Gesetz auch zoosexuelle Handlungen unter Strafe gestellt. Ab 1935 gab es den vom Naziregime des dritten Reichs geschaffenen Unterparagaph §175b, der sexuelle Kontakte mit Tieren noch schärfer bestrafte. Der komplette §175 mitsamt dem Unterparagrafen b wurde 1949 unverändert von der neu gegründeten Bundesrepublik übernommen.

Mit der besagten Strafrechtsreform wurde 1969 das Verbot sexueller Handlungen mit Tieren ersatzlos gestrichen. Der Versuch von Tierrechtsorganisationen und konservativen Kräften, ein Verbot über den Umweg des Tierschutzgesetzes wieder einzuführen, war nur sehr eingeschränkt erfolgreich. Zwar wurde 2013 mit dem §3.13 Tierschutzgesetz ein Verbot wieder eingeführt; aber schon im Dezember 2015 hatte das Bundesverfassungsgericht klargestellt, dass es sich dabei um ein Tiervergewaltigungsverbot handelt. Einvernehmliche sexuelle Kontakte zu Tieren sind in Deutschland nach der höchstrichterlichen Entscheidung nicht verboten.

Leider ist in der aktuellen Diskussion bisher kein Wort dazu gefallen, ob und inwieweit auch die Opfer des §175b bedacht werden. Im Vergleich zu den verurteilten Homosexuellen, von denen allein in den rund zwanzig Jahren von der Gründung der Bundesrepublik bis zur Strafrechtsreform jedes Jahr tausende verurteilt wurden, kann man bei den Zoophilen von einer kleineren vierstelligen Anzahl über den gesamten Zeitraum rechnen.

Die geringe Anzahl an Opfer – vor allem der noch lebenden – darf aber keine Entschuldigung dafür sein, diese völlig unbeachtet zu lassen. Die Folgen der gesetzlichen Verfolgung dürfte für zoophile Opfer mindestens so groß gewesen sein wie bei den Homosexuellen. Neben Geld- und Gefängnisstrafen mussten die Opfer oft auch zwangspsychatrische Behandlungen über sich ergehen lassen. Außerdem waren oft lebenslange Folgen wie der Verlust des Arbeitsplatzes und soziale Isolation die Folge.

Während es inzwischen unzählige wissenschaftliche Arbeiten und Dokumentationen gibt, die die Folgen der Verfolgung homosexueller Opfer zum Inhalt haben, fehlt eine Aufarbeitung über zoophile Opfer komplett.

Genaue Zahlen, wie viele Betroffene es gibt, werden wohl kaum feststellbar sein. Dazu fehlt der gesellschaftliche Wille einer Aufarbeitung. Selbst in der Wikipedia, die laut Eigendarstellung neutral sein soll, fehlen inzwischen die einst aufgeführten Zahlen im entsprechenden Artikel.

So wie es aussieht, werden die Opfer des §175b bei einem Rehabilitierungsgesetz nicht bedacht werden. Dabei muss noch nicht einmal von Absicht bei der Legislative ausgegangen werden. Es ist wohl eher so, dass man schlicht kein Augenmerk auf diese Opfergruppe hat, denn im Gegensatz zu den Homosexuellen gibt es bei Zoophilen keine nennenwerte Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit.

Der ZETA-Verein, der sich selbst als „erster Ansprechpartner für Presse, Wissenschaft und Politik“ sieht, hat das Thema mangels richtig gesetzter Prioritäten offenbar verpennt. Kein einziges Wort konnte man von dem Verein vernehmen, seit die deutsche Politik das Thema aufgegriffen hat.

Dabei gälte es jetzt aktiv zu werden, nach Betroffenen zu suchen und im Justizministerium vorstellig zu werden. Selbst die jüngsten Opfer des §175b sind bereits im Rentenalter. In wenigen Jahren wird es keine lebenden Opfer mehr geben und jedes Engagement hätte allensfalls posthumen Wert.

Klarstellung des Bundesverfassungsgerichts

Wie die Pressestelle des Bundesverfassungsgerichts gestern mitteilte [1], haben die Richter des höchsten deutschen Gerichtes bereits am 08. Dezember des letzten Jahres über die Verfassungsbeschwerde gegen das Zoophilieverbot in §3 des Tierschutzgesetzes beschlossen.

Die Beschluß klingt kalt: Die Beschwerde wurde nicht zur Entscheidung angenommen!

Der Schreck war natürlich groß, jedoch täuschte der erste Eindruck. Bei genauer Betrachtung, wie das Gericht ihren Beschluß begründete, zeigte sich, dass der Bußgeldtatbestand erheblich eingeschränkt wird. Der entscheidene Satz in der Begründung ist:

Zwar greift § 3 Satz 1 Nr. 13 TierSchG in die sexuelle Selbstbestimmung der Beschwerdeführer ein. Jedoch greift der Tatbestand des § 3 Satz 1 Nr. 13 TierSchG nur, wenn das Tier zu einem artwidrigen Verhalten gezwungen wird.

Dabei hat das Bundesverfassungsgericht in der Erläuterung zu dem Beschluss auch klar definiert, was man unter „Zwang zum artwidrigen Verhalten“ zu verstehen hat:

Der Begriff des „artwidrigen“ Verhaltens steht zudem in engem Zusammenhang mit dem weiteren Tatbestandsmerkmal des „Zwingens“ zu einem solchen Verhalten, der eine tatbestandbegrenzende Wirkung entfaltet. Nach der Gesetzesbegründung soll das „Erzwingen“ zwar sowohl durch körperliche Gewalt als auch auf andere Weise möglich sein (vgl. BTDrucks 17/11811, S. 28). Eine Auslegung anhand der Systematik des § 3 TierSchG und im Hinblick auf Sinn und Zweck des Verbots ergibt, dass es sich bei dieser anderen Weise des Zwangs um ein Verhalten handeln muss, welches mit der Anwendung von körperlicher Gewalt vergleichbar ist.

Wie auch der Autor auf dem Blog des ZETA-Vereins richtig darlegt [2], stellt das Bundesverfassungsgericht klar, dass es sich bei dem Gesetz nicht um ein Zoophilieverbot, sondern um ein Tiervergewaltigungsverbot handelt. Einvernehmliche, freiwillige sexuelle Kontakte sind somit legal! Die Erläuterungen des ZETA-Artikels sind so gut und stimmen mit meiner Meinung so sehr überein, dass ich mir weitere Ausführungen erspare und interessierte Leser bitte, ihn zur weiterführenden Information selbst zu lesen.

Viele Medien waren nicht in der Lage, mehr als die Überschrift der Pressemitteilung zu lesen und titelten falsch mit Schlagzeilen wie „Sodomie bleibt strafbar“. Das betraf nicht nur – was eh zu erwarten war – die Boulevardpresse, sondern auch sogenannte Leitmedien wie den Spiegel. Richtig erkannt hat es dagegen der auf Strafrecht spezialisierte Rechtsanwalt Udo Vetter in einem Artikel auf seinem mit dem Grimme-Online-Award ausgezeichneten Blog [3]. Ebenso wird unsere Einschätzung in einem Beitrag des JuraForum geteilt [4]. Mit mesh-web hat inzwischen auch der erste Pressedienst verstanden, dass man mehr als nur die Überschrift einer Pressemitteilung lesen sollte [5].

Die Reaktionen aus Kreisen des Tierschutzes und Zoophiliegegner war absehbar. So zeigen die Zoophiliegegner von Allianz gegen Zoophilie eine ganz eigenartige Rechtsauffassung, welche sie in rechtschreiblich wundervoller Weise zum Besten geben. Auch PETA hat es nicht verstanden, und das, obwohl man doch einen sehr von sich überzeugten „Rechtsexperten“ an der Hand hat. In Kommentaren auf der Facebookseite von PETA kann man nun lesen, wie ihre Anhänger über Tötungs-, Folter- und Kastrationsfantasien schwadronieren. Das spricht eine deutliche Sprache, wessen Geistes Kinder sich dort austoben.

Abschließend möchte ich allen Danken, die die Verfassungsbeschwerde möglich gemacht haben. Die mit mir als zweite Beschwerdeführerin teilnehmende Frau, den vielen Spendern, den Mitgliedern des ZETA-Vereins, ohne den die Verfassungsbeschwerde nicht organisiert worden wäre, den Sachverständigen für ihre Gutachten und Expertisen und natürlich auch unserem Rechtsanwalt, ohne dessen exzellentes Fachwissen wir uns nicht über den Erfolg freuen könnten.

[1] Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts
[2] ZETA-Verein: Warum wir die Verfassungsbeschwerde als Erfolg sehen
[3] Lawblog: Zoophile unterliegen vor Gericht
[4] JuraForum: Sex mit Tieren nur bei Zwang verboten
[5] mesh-web: Zwangloser Sex mit Tieren bleibt weiter erlaubt

 

Hetze und Hetze

Schon mehrmals wurde sowohl hier als auch auf dem Vorgängerblog über die Hetze rechtsdrehender Tierschutzativisten Zoophiliehasser Zoophiliegegner in Facebook berichtet.

Schon seit Jahren wissen wir, dass das Melden derartig menschenerachtender Kommentare bei Facebook sinnlos ist. Auch Strafanzeigen liefen regelmäßig ins Leere, da Polizei und Staatsanwaltschaften kaum Interesse zeigten. Verfahren wurden mangels öffentlichem Interesse eingestellt, oder – wenn es mal zu einem Prozess kam – verkam die Verhandlung wegen der offensichtlichen Inkompetenz des Staatsanwalts zu einer Farce.

Erst seit den Diskussionen um die Flüchtlingskrise und den dadurch in sozialen Medien überhand nehmenden faschistischen Umtrieben gelangte die Problematik, wie Facebook damit umgeht, in den Fokus der Aufmerksamkeit. Neuerdings echauffieren sich Politik, Leitmedien und sogar der Boulevard darüber.

Nicht selten las man bei Zoophiliegegnern faschistische Phrasen wie man sie derzeit auch häufig von „besorgten Bürgern“ und Pegidioten lesen kann:

Michaela_Holland_KZ_wiedereroeffnentanja_leinenberger_gewehrkugel

Als sich der jüdischstämmige Kabartist Oliver Polak den Scherz erlaubte, auf seiner Facebookseite zu schreiben, er wolle ein Tierbordell eröffnen, brachen bei einigen Zoophiliehassern alle Dämme:

Kommi_PolakÖ_JudenschlampenKommi_Polak_DuscheKommi_Polak_NazivergleichÜberhaupt kann man den Eindruck gewinnen, dass die gesamte Szene der Zoophiliegegner von rechtem Pack versifft ist. Da gehört es wohl zum guten Ton, auch islamfeindlich zu sein. Dies stellte auch die Gruppe „Brav im schwarzen Block“ mehrfach [1] [2] fest.

reiner_gerlang_islamhasserAgZ_rechtsradikaler_Blogger_1ct_likes_pegidact_hetzt_gegen_juden

Ob sich bei Facebook durch die aktuelle Diskussion etwas ändert, muss man abwarten. Bisher zeigen sich deren Verantwortliche nur widerwillig und man hat das Gefühl, dass die sich denken, was interessiert es eine amerikanische Eiche, wenn sich ein deutsches Wildschwein daran kratzt.

Vielleicht sind wir einfach gezwungen, uns an eine Diskussionskultur gewöhnen, die aus den USA – der Heimat von Facebook, Google und Twitter – kommt und in der Werte gelten, wonach Nippel zensiert werden, aber Hatespeech gemäß dem ersten Verfassungszusatz zur Meinungsfreiheit gehört.

Das war’s jetzt?

Mehr durch Zufall als mit Absicht konnte man bemerken, dass seit kurzem die Seiten und Gruppen der „Allianz gegen Zoophilie“ (AgZ) im Fratzenbuch in Facebook verschwunden sind. Ob gelöscht oder nur versteckt, weiss man natürlich nicht, aber wenn man das Grundrauschen in Form von Postings des AgZ-Gründers Reiner Gerlang (alias Vicky Lehmann, Marlies Braun, Ulrike Meyer, Reiner Langenspeer, Sabine Schelling, Marie Baum, Bernd Streier, u.v.m.) liest, scheint das gegnerische Lager nun ganz erodiert zu sein.

In seinem Abschiedsposting [1] [2] jammert Reiner Gerlang, dass „kleinste unbedachte Fehler“ ausgenutzt würden, um die Arbeit der AgZ zu „demontieren“ und man ihn und seine Gruppe in die rechte Ecke drängen würde, obwohl dies nicht stimme. Das ist aber totaler Quatsch, denn nicht andere, sondern er und seine AgZ haben sich ganz und gar selbst dahin manövriert. Es ist blanker Hohn, dass Gerlang behauptet, man habe sich „von rechts gerichtete Gruppierungen und von verfassungsfeindliche Tendenzen distanziert“. Die Wahrheit ist, dass er Artikel von Michael Mannheimer und dem „Honigmann“ zitierte. Beide gehören dem islamfeindlichen reichsbürgerlichem Spektrum an und verbreiten rechtspopulistische Verschwörungstheorien. Deswegen geriet die AgZ auch in den Fokus der Gruppe „Brav im rechten Block“, welche rechtsradikale Tendenzen aufzeigt.

Als der ZETA-Verein im Februar 2014 den Zoophile Rights Day auf dem Potsdamer Platz in Berlin veranstaltete, organisierte die AgZ eine Gegendemonstation, an der auch rund zwei duzend besorgte Bürger rechtsradikale Personen und rechte Größen wie die NPD-Funktionäre Bastian Sommer und Safet Babic und der mehrmals wegen Volksverhetzung verurteilte Berliner NPD-Landesvorsitzende Sebastian Schmidtke teilnahmen. Gemeinsam wurden Parolen wie „Ihr seit Dreck“ und „Vergasen!“ gegröhlt. Eine Distanzierung gab es nie. Ganz im Gegenteil, so wird beispielsweise die verfassungsfeindliche Gesinnung von Basti Sommer immer wieder als harmlose Jugendsünde heruntergespielt [3].

Die gewaltverherrlichenden Äußerungen von Gerlangs Adlatus Jean-Pierre Hort, der auf seiner Facebookseite unverholen vom Tierschutz-Terrorismus (Zitat: „Gezielter Mord ist noch eine Ausnahme…„) schwadronierte, tun ihr übriges, um das Bild zu vervollständigen [4].

Es war also nur richtig und konsequent, dass die Veranstalter des Veganen Sommerfestes in Köln die AgZ ausluden. Bereits letzes Jahr fragten wir die dafür verantwortliche Frau Riedinger, was dieses Pack dort zu suchen hat. Zwar hat sie uns nicht direkt geantwortet, aber die Ausladung dieses Jahr ist eine klare Ansage.

Nun kann man fragen, was Gerlang und die AgZ erreicht haben? Im Prinzip nichts. Während andere Anti-Zoophilie-Organisationen darauf bedacht waren, eine Gesetzesänderung zu erreichen (und sich größtenteils inzwischen wieder wichtigeren Dingen witmen), beschränkte sich die AgZ schon während ihrer Zeit als „Initiative Boykott Zeta“ nur darauf, gegen einzelne Menschen zu hetzen, sie zu beleidigigen, verleumden und bloßzustellen. Dieses setzte sich auch auf ihren Demonstratiönchen fort, wo z.B. Kataloge mit den Steckbriefen bekannter Zoophiler herumgezeigt wurden [5].

Die Krönung an Hetze, Lügen und Verleumdungen waren die Aktionen gegen Menschen, die angeblich ein Tierbordell betreiben würden. Zusammen mit dem Hassprediger Carsten Thierfelder wurde ein Lügengebäude errichtet, mit dem Kriminalpolizei und eine Staatsanwaltschaft zu Ermittlungen gebracht wurden, an dessen Ende sich zeigte, das alles, absolut alles, was behauptet wurde, erlogen und erfunden war. Die AgZ machte sich damit mitverantwortlich, dass unbescholtene Menschen eine Razzia über sich ergehen lassen mussten und im Nachgang vom „Pack“ bedrängt, bedroht und in ihrer Existenz gefährdet wurden.

Genauso menschenerachtend waren die Versuche von AgZ-Mitgliedern, kritische Stimmen von nichtzoophilen Personen mundtot zu machen. Sei es, dass ein Sexualtherapeut immer wieder mit verleumderischen Lügen überzogen wurde, oder auch eine Tierschützerin, die sich gegen die Methoden der AgZ gestellt hatte und daraufhin mit einer regelrechten Verleumdungskampagne angegriffen wurde und man auch nicht davor zurück schreckte, Behörden anzulügen.

Ist die Allianz ganz verschwunden oder werden sie wiederkommen? Viele von denen wohl nicht, denn die meisten, die in der Vergangenheit die AgZ verlassen haben, taten dies, weil sie merkten, wie dämlich sinnfrei die Aktionen waren. Bei anderen kann man sich ein wiederauftauchen durchaus vorstellen, denn sie haben keinen anderen Lebensinhalt als die Hetze, wie sie sie die letzten Jahre veranstaltet haben. Aber wenn, dann würden sie genauso unwichtig bleiben wie in der Vergangenheit. Eine kleine Gruppe in Facebook, die groß im pöbeln war und die vielleicht auch in Zukunft das eine oder andere Opfer ihrer Hetze bloßstellen und als großen Sieg verkaufen würde.

 

Einzelnachweise:
[1] Abschiedsposting der AgZ – Teil 1
[2] Abschiedsposting der AgZ – Teil 2
[3] Bastian Sommer’s Jugendsünden
[4] Zitat (Sreenshot) Jean-Pierre Hort
[5] Bild Gerlang zeigt Steckbriefe von Zoophilen

Warum Fencehopper ein No-Go sind

Der versuchte Totschlag im Juni an einem zoosexuellen Mann in Espenau, der rund zwei Monate davor auf frischer Tat in einem Pferdestall erwischt wurde, polarisiert auch innerhalb der zoophilen Community. Durchaus zu Recht haben sogenannte „Fencehopper“ keinen guten Ruf. Die meisten Zoophilen lehnen ein derartiges Vorgehen ab.

Unter Fencehopping versteht man das Betreten von fremden Grundstücken (Gärten, Koppeln, Weiden, Ställe, etc.) ohne Wissen und Zustimmung des Eigentümers in der Absicht, mit den dort befindlichen Tieren in Kontakt und ihnen (meistens) körperlich näher zu kommen.
Neben der Gefahr der sozialen Ächtung im persönlichen Umfeld ist Fenchopping eine Straftat, die zur Anzeige gebracht werden kann (Antragsdelikt) und somit für den Fencehopper rechtliche Konsequenzen nach sich zieht. Das widerrechtliche Betreten eines fremden Grundstücks kann nach §123 StGB als Hausfriedensbruch geahndet werden. Wenn Tiere zu schaden kommen, wird dieses gemäß §17 Tierschutzgesetz als Tierquälerei und ggfl. auch nach §303 StGB als Sachbeschädigung geahndet. Ausserdem sind zoosexuelle Akte seit Mitte 2013 durch den §3 Tierschutzgesetz verboten.

Den meisten Fencehoppern muss man unterstellen, dass sie es nur zur eigenen sexuellen Befriedigung tun. Zoophile, die sich auch emotional zu einem Tier in einem fremden Stall hingezogen fühlen, dürften eher die Ausnahme sein. Es ist allerdings auch so, dass es Zoophile gibt, die sich zu Pferden hingezogen fühlen, aber keine Möglichkeiten haben, ein eigenes Pferd zu halten. Unter diesen Zoo’s dürfte es einige geben, die schon mit dem Gedanken gespielt haben, fencehopping zu begehen. Zum Glück sind die meisten jedoch anständig genug, es bei dem Gedanken zu belassen.

Es sind auch immer wieder Vorfälle mit Fencehoppern, durch die das Thema Zoophilie negativ in die Öffentlichkeit dringt. Die Presse springt darauf an und wirft Fencehopper mit Pferderippern in einen Topf. Für Tierhalter ist es eine unerträgliche Situation, wenn jemand auf Weiden oder in Ställe eindringt. Man kann nicht wissen, ob jemand nur schmusen, kuscheln oder vielleicht auch Sex will oder ob es ein Sadist ist, der sein Verlangen nach Gewalt ausleben will.

Das Fazit kann daher nur sein, dass Fencehopping unter keinen Umständen gutzuheißen ist. Es gibt keine Gründe dafür, aber genügend, die dagegen sprechen. Zoophilen, die Fencehopping für eine tolerabele Alternative halten, weil man sich kein eigenes Tier halten kann, muss gesagt werden, dass man halt sein Leben so umstellen muss, dass es möglich wird. Jeder zoophile Tierhalter beweist, dass es möglich ist. Daher ist es nur eine Ausrede, wenn jemand sagt, es sei ihr/ihm nicht möglich. Man muss es nur wirklich wollen!

Und wie soll man nun über den zoosexuellen Mann, der bis heute im Koma liegt, denken? Nun, seine Taten als Fencehopper waren eindeutig falsch und er hätte zurecht von einem Richter verurteilt werden müssen. Man kann auch als Zoophiler Verständnis aufbringen, wenn einem Pferdehalter die Hand ausrutscht, wenn er so einen – wie in Grevesmühlen geschehen – auf frischer Tat erwischt. Im Fall von Espenau muss man jedoch differenzieren.

Wenn sich bewahrheitet, was aufgrund der Umstände wahrscheinlich ist, dann war er als Fencehopper ein Täter, der wegen seiner Neigung zum Opfer wurde. Es handelte sich dort eben nicht um eine Tat im Affekt von Pferdehaltern, sondern um eine in zeitlich großem Abstand stattgefundene Tat von Personen, die gezielt jemanden aufgrund der Neigung „kalt“ machen wollten. Im amerikanischen Rechtssystem gibt es dafür den in Deutschland nicht vorhandenen Straftatbestand des Hassverbrechens.

Die These, dass dem Mann nichts passiert wäre, wenn er nicht in einen fremden Stall eingedrungen wäre, ist nur die halbe Wahrheit und zu simpel gedacht, denn es wurden und werden auch andere Zoophile in Deutschland immer wieder an Leib und Leben bedroht. Man muss also davon ausgehen, dass diese Tat mit großer Wahrscheinlichkeit auch dann begangen worden wäre, wenn in Espenau ein Zoophiler aus einem anderen Grund stadtbekannt wäre.

Randnotizen vom anderen Ufer

Nichts neues im Fall Espenau

Der Mann, der höchstwahrscheinlich Opfer von Zoophiliehassern wurde, liegt laut Auskunft der Polizei immer noch im Koma. Die Beamten gehen nicht mehr davon aus, dass er zum Tathergang Auskunft geben kann, da es immer unwahrscheinlicher wird, dass er aufwachen wird bzw. dass er – sollte er doch noch aufwachen – geistig nicht in der Lage sein wird, etwas dazu zu sagen. Weitere Ermittlungsansätze sind nicht vorhanden, da sich auch keine Zeugen gemeldet haben.

Es ist also zweifelhaft, dass die Tat jemals aufgeklärt und die Täter zur Rechenschaft gezogen werden. Wir sind uns sicher, einge Zoophiliegegner wird es freuen.

Freunde der AgZ

Wir erinnern uns: als der ZETA-Verein im Februar 2014 den Zoophiles Rights Day auf dem Potsdamer Platz in Berlin abhielt, kam es zu einer „Gegendemonstration“, organisiert von der „Allianz gegen Zoophilie (AgZ)“. Neben deren Anhängern nahmen auch Mitglieder der Tierschutzpartei, des Vereins PAWU und rechte Gesinnungsgenossen daran teil. Es wurden Sätze wie „Ihr seit Dreck“ und „Vergasen!“ skandiert und die Polizei nahm mehrere Personen fest, die der rechtsradikalen Szene zugerechnet werden. Ebenfalls nahm der Landesvorsitzende der Berliner NPD Sebastian Schmidtke daran teil.

Derzeit eskaliert die Situation im mittleren Osten immer weiter. Flüchtlinge ertrinken zu hunderten im Mittelmeer und Deutschland muss mit über 700.000 Flüchtlingen rechnen. Da ist Sebastian Schmitke voll in seinem Element. Auf Facebook und Twitter ätzt er gegen Menschen, die alles verloren haben und liefert damit die geistige Grundlage für Brandstifter.

Daher erinnern wir daran, dass sich weder AgZ noch PAWU bis heute von rechtsradikalen Teilnehmern wie Schmidtke distanziert haben.

Ein Möchtegern antwortet

Vor gut einem Monat veröffentlichte Ralf eine Kritik über das Buch „Oliver Hell – Abschuss“. Wie zu erwarten hat das Buch nicht gut abgeschnitten. Kurz darauf hat der Autor Michael Wagner auf seinem Blog dazu Stellung genommen.

Leider zeigt er dabei erneut, dass er nichts verstanden hat und eine Rechtschreibprüfung ist ihm immer noch fremd. Was können wir ihm da empfehlen? Weiter so, denn besser kann er sein Unvermögen nicht beweisen!

Was wäre wenn…

Ein ganz neutrales Thema ist die Frage, was passiert mit dem Haustier im Falle eines Notfalles. Gerade Pet-Cardbei Singlehaushalten ist diese Frage berechtigt. Wer durch Unfall oder Krankheit nicht nach Hause kommen kann, lässt unfreiwillig sein Tier hilflos ohne Nahrung und Wasser in der Wohnung zurück.

Dîe Lösung heisst „Pet-Card“, die alle wichtigen Informationen enthält, damit sich dem Haustier geholfen werden kann. Sie sollte zusammen mit dem Personalausweis in der Brieftasche sein, sodass Rettungskräfte oder Polizei diese findet. Dazu einfach die PDF ausdrucken, ausschneiden, ausfüllen und wenn möglich einlaminieren.

Dear Mr. President…

Der amerikanische President Barack Obama ist derzeit zu Besuch in Kenia. In diesem Land steht Homosexualität unter Strafe. Gefängnisstrafen bis zu vierzehn Jahren drohen homosexuellen Menschen.

Obama kritisierte dies in Gegenwart des kenianischen Präsidenten eindeutig:

„Ich glaube an den Grundsatz, Menschen vor dem Gesetz gleich zu behandeln, und dass sie vor dem Gesetz denselben Schutz genießen. Die Weltgeschichte zeige, dass Freiheit zerfasere und „schlechte Dinge“ geschehen, sobald Menschen ungleich behandelt würden. Wenn eine Regierung sich angewöhnt, Menschen unterschiedlich zu behandeln, können diese Angewohnheiten sich verbreiten.“

Große Worte, tolle Worte. Gar keine Frage. Wenn das mal nur auch für das Land, dessen President er ist, zutreffen würde. Zwar werden die Rechte der Homosexuellen in den USA immer mehr verbessert, was auch vor kurzem das Urteil des US Surpreme Courts zeigte, als es die Heirat von Homosexuellen für alle Bundesstaaten erlaubte.

Zoophile Menschen werden, obwohl es sich bei ihnen ebenfalls um eine in der Wissenschaft anerkannte sexuelle Orientierung handelt, in den USA diskrimiert. Die Mehrzahl der Bundesstaaten haben Gesetze gegen Zoophilie. Nur dreizehn Bundesstaaten haben keine. Dabei hat der US Surpreme Court im Urteil Lawrence vs. Texas geurteilt, dass allein öffentliche Moralvorstellungen die Aufrechterhaltung eines (homosexuellen) Sodomieverbotes nicht legitimieren können. Auch Zoophilieverbote sind eindeutig durch Moralvorstellungen erlassene Gesetze.

Daher nachfolgender Brief, den er sicherlich dank seines allsehenden Informationsapparats sicherlich lesen wird:

Dear Mr. President, 

you are campaigning for the rights of homosexuals and addressing to President of Kenya with the statement, that you „believe in the principle of treating people equally under the law. And they are deserving of equal treatment under the law and the state should not discriminate based on their sexual orientation.“ Furthermore you say that you are „painfully aware of what happens when people are treated differently under the law“. 

I completely share your opinion, and I honour your attempt to improve the situation in Kenya, but still there is one question that keeps me wondering: if you say that people should not be discriminated based on their sexual orientation, but be treated equally, then why is zoophilia still prohibited in so many U.S. states…?

 

Orginalquelle: The Independent

War es versuchter Totschlag?

Wir berichteten bereits vor einigen Tagen darüber, dass in Espenau ein Zoophiler, der im April auf frischer Tat in einem fremden Stall erwischt wurde, am 11. Juni nachts auf offener Straße fast totgeschlagen wurde. Das Opfer liegt seitdem im Koma, und Gerüchten zufolge soll der Mann bereits verstorben sein [2]. Es ist fraglich, ob er – sollte er überleben – jemals körperlich und  geistig genesen wird.

Auch hier noch einmal die Klarstellung, dass es nicht in Ordnung ist, fremde Ställe oder Weiden zu betreten. Dieses Verhalten wird von den allermeisten Zoophilen nicht toleriert.

Aufgrund der Schwere der Verletzungen, des unveränderten Gesundheitszustandes und des Verletzungsbildes sind die Ermittlungen inzwischen im Dezernat für Kapitalverbrechen bei der Kripo in Kassel. Zwar wird die Möglichkeit eines Verkehrsunfalls nicht ausgeschlossen und es wird, wie es zu den Aufgaben der Polizei dazu gehört, auch in diese Richtung ermittelt, aber nach Aussage der Polizei in Espenau ist schon aufgrund der Tatortsituation und des Verletzungsbildes des Opfers die Wahrscheinlichkeit eher gering.

Es zeichnet sich also ab, dass es hier zu einem Fanal gegen Zoophile gekommen ist!

Man muss hier allerdings die Tat des Zoophilen, der er in einen fremden Stall eingedrungen ist, sich dort unberechtigt aufgehalten hat und sich unstreitbar falsch verhalten hat, von dem Anschlag auf ihn trennen. Denn es handelte sich nicht um eine Tat, die im Affekt bei dem Erwischen des Mannes auf frischer Tat erfolgte. Viel mehr handelte es sich um eine Tat von unbekannten Personen, die scheinbar nichts mit dem Pferdehof zu tun hatten, und das ganze ereignete sich Wochen, nachdem der Fencehopper erwischt und angezeigt worden war.

Es handelte sich dabei offenbar um ein geplantes und kaltblütig durchgeführtes Attentat!

Außerdem ist darauf hinzuweisen, dass das Opfer nicht (fast) erschlagen wurde, weil es ein „Fencehopper“ war, sondern einfach nur, weil es sich bei ihm um einen bekannt gewordenen Zoophilen handelt. Es hätte also ebenso gut jeden Zoophilen treffen können, der aufgrund anderer Umstände öffentlich bekannt ist. So zum Beispiel die öffentlich auftretenden Personen des ZETA-Vereins oder Leute, die durch Diffamierungskampagnen von Tierschützern Zoophiliegegnern namentlich bekannt sind. Es ist sicherlich nur Zufall und womöglich auch einfach ein Unfall, aber erst gestern brannte auf dem Grundstück des Gründers des ZETA-Vereins die Werkstatt nieder.

Eine wichtige Frage, die bisher noch nicht offen gestellt wurde, ist die nach der Mitverantwortung der Presse. Sowohl die Ausgaben von lokalo24 als auch die „Hessisch/Niedersächische Allgemeine (HNA)“ haben den Fall um den Einbruch in den Stall reißerisch in mehreren Artikeln aufgegriffen. Dabei wurde nicht nur einseitig berichtet,  sondern es wurden entgegen jeder journalistischen Sorgfaltspflicht Gerüchte übernommen. So wurde berichtet, dass der Täter auch für einen anderen Einbruch verantwortlich sein soll, bei dem eine Stute ihr Fohlen verloren hat. Jedoch fußt dieses Gerücht nur auf den Behauptungen von Leuten aus dem Umkreis des betroffenen Pferdestalls und es konnte nicht verifiziert werden. Im Gegenteil, die Polizei selbst spricht davon, dass „aus den letzten fünf Jahren“ kein weiterer Fall bekannt sei [3].

Ebenso stellt sich die Frage, ob und in welcher Form die „betroffenen“ Personen des Pferdehofs in den Überfall verwickelt sind. Zwar sagen Heiko M. und Andrea K. übereinstimmend, dass sie damit nichts zu tun hätten und dass sie die Tat verurteilen. Dies können jedoch auch nur Floskeln sein. Tatsache ist, dass die Täter über Informationen über den Zoophilen verfügen mussten, die außer den Betroffenen des Pferdehofs und den Ermittlungsbehörden keiner kannte. Zudem ist bekannt, dass Heiko M. seit langem eine Whatsapp-Gruppe führt, in der sich ausgiebig über den „Pferdeschänder“ ausgetauscht wird. Es ist also nicht auszuschließen, dass M. und K. zwar nicht am eigentlichen Überfall beteiligt waren, aber den Tätern Informationen zukommen lassen hatten.

Quellen:
[1] Pressemitteilung der Polizei
[2] hna.de: Anschlag oder Unfall – keine neuen Hinweise…
[3] hna.de: Pferdeschänder in Espenau – Polizei vernimmt weitere Zeugen

 

Randnotizen vom anderen Ufer

Vergebene Müh‘

Nachdem vor gut zwei Jahren im Tierschutzgesetz ein Paragraph in Kraft trat, mit dem zoophile Kontakte verboten wurden, haben sich die meisten „Tierschützer“ von dem Thema abgewandt und beschäftigen sich wieder echten Tierschutzthemen.

agz_justizministerNicht so einige Fanatiker, die immer noch in ihren Grüppchen auf Facebook Gift und Galle gegen Zoophile spucken. Denen kann die Verfolgung nicht weit genug gehen. So forderten sie schon mal eine Art Tierficker-Schufa und wollen, dass ein Zoophilieverbot zurück ins Strafgesetzbuch kommt.

Offenbar meinen sie es damit so ernst, dass sie sich mit diesem Anliegen an das Bundesjustizministerium gewandt haben. Dessen Antwort war eindeutig: „Es gibt keine Veranlassung, eine solche Änderung in den Gesetzen vorzunehmen.“.

Demonstratiönchen in Linz

Es ist Sommer, das Wetter schön, da kommen die Facebookhelden der „Allianz gegen Zoophilie“ heraus und veranstalten wieder das eine oder andere Demonstratiönchen. Oder wie auch immer man so eine Veranstaltung nennen mag, die aus 5-10 Personen, einem Gartenpavillion aus dem Baumarkt und zwei Klapptischen mit Flyern besteht.

Eine der „Demonstranten“, Elke Cremer, hat es nicht sein lassen können, einen jungen Waschbär, den sie derzeit aufzieht, mitzunehmen. Waschbären sind Wildtiere, auch wenn sie von Hand aufgezogen werden. Ob dem Tierchen der Stress der Veranstaltung mit fremden Menschen, Geräuschen und Gerüchen toll fand? Dazu Temperaturen von fast 30° auf einem gepflasterten Platz. Das so etwas ausgrechnet von Leuten, die auch gegen Wildtiere in Zirkussen protestieren, geduldet wird, ist erstaunlich. Das nennen wir doch mal wahre Tierliebe!

Erosionen im Feld der Gegner

Nun jammern die Hetzer über Menschen, die vernünftig werden, weil sie merken wie sinnfrei und dämlich die Aktionen sind und in logischer Konsequenz die Gruppe verlassen.

agz_reinerle_jammert_2„Jemand die unsere AgZ-Gruppe verlassen hat schrieb mir das sie in der AgZ keinen Sinn und kein Vorankommen sieht…..“

Da wird natürlich noch mal nachgetreten: „Das muss ich mir von jemanden nicht sagen die noch agz_reinerle_jammert_1nie auf eine VA von AgZ war und meint wenn sie einen Rat bzw Tipp braucht, dann müssen wir sofort springen. […] Ich werde […] mich von profilierende Selbstdarsteller fern halten…“

Leider kennen wir ihn zu gut um zu wissen, das er und seine Mitstreiter nicht im geringsten Nachvollziehen können, warum die ausgetretene Person gegangen ist. Und auch sein Versprechen „Werde demnächst nicht mehr auf FB präsent sein…“ ist wie immer nur lauwarme Luft.

Die Gewaltfantasien von Jean Pierre Hort

Schon etwas älter sind der Screenshot mit Aussagen, die einer der Mitglieder der „Allianz gegen Zoophilie“ tätigte.

jph_1So schrieb er: „Gezielter Mord ist noch eine Ausnahme, aber Brandstiftungen, Bombenanschläge, Überfälle, Einbrüche und Vandalismus gehören fast schon zum Alltag. […] Meine Damen und Herren, es grüßt der Terror.“

So weit, so schlimm, aber seine Gewaltfantasien sind nichts neues. Allerdings erscheinen seine Aussagen in einem ganz neuen Licht, nachdem vor knapp zwei Wochen in Espenau ein Zoophiler fast totgeschlagen wurde. Zwar ist es wohl weit hergeholt, ihn mit den Taten direkt in Verbindung zu bringen, aber andererseits sagt man ja auch, das sind die „Geister, die man rief“. Es düfte jedenfalls sicher sein, dass Herr Hort das Attentat nicht verurteilt und höchstwahrscheinlich sogar klasse findet.

Selbstjustiz

In gewissen Kreisen tobt mal wieder der Mob aufgrund von Personen, die in Ställe eingedrungen sind und sexuelle Handlungen mit Pferden vorgenommen haben.

Zum einen ging es um einen Fall aus Espenau, wo ein Täter wohl der örtlichen Bevölkerung bekannt ist (fragt sich natürlich, wie das bekannt wurde) und des Nachts zusammen geschlagen wurde. Da die Polizei von einer gefährlichen Körperverletzung berichtet, bedeutet dies, dass eine Waffe benutzt, die Tat womöglich gemeinschaftlich begangen und eine Lebensgefährung in Kauf genommen wurde. Die berichteten Verletzungen im Bereich von Gesicht, Hinterkopf und Stirn und da das Opfer im Koma liegt, deutet alles darauf hin, dass das Ziel der Täter die Schädigung des Gehirns war. Laut einiger Medienberichte ermittelt die Polizei inzwischen wegen versuchtem Totschlag.

In einem anderen Fall in Grevesmühlen wurde ein Mann von den Pferdehaltern und Stalleigentümern auf frischer Tat erwischt. Dabei eskalierte Situation und in der Folge kam es zu Beleidigungen und zu Körperverletzungen gegen den Mann.

Klarstellung: es gibt eine eindeutige Meinung, was Fencehopping (betreten fremder Weiden) als auch das Eindringen in fremde Ställe angeht. Kein Zoophiler möchte, das ein Unbekannter mit seinem Tier „rummacht“. Das gleiche steht auch jedem nichtzoophilen Tierhalter zu. So wie ich auch tolerieren die allermeisten Zoophilen derartiges Verhalten nicht.

Zudem stellt es in den meisten Fällen auch den Straftatbestand des Hausfriedensbruchs und/oder Einbruchs dar. Wenn dabei Tiere sogar gequält oder verletzt werden, macht sich der Täter zudem der Tierquälerei strafbar. Von Zoophiliegegnern wird oft unterstellt, sexuell motivierte Tierquälerei wäre nur eine Ordnungswidrigkeit. Dies stimmt jedoch nicht. Damit versucht man nur, die Gesetzgebung zu verdrehen und zu suggerieren, die rechtliche Handhabe gegen Zoosadisten sei zu harmlos.

Man hat das Recht, jemanden, den man bei einer Straftat erwischt, bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten (§127 Abs. 1 StPO „Vorläufige Festahme durch Jedermann“). Aber: stellt sich heraus, das keine Straftat begangen wurde, wird rückwirkend eine Freiheitsberaubung daraus. Das sollte man bedenken, bevor man sich zum Sheriff aufspielt. Niemandem ist es jedoch erlaubt, das Recht in die eigene Hand zu nehmen und den so festgenommenen zu beleidigen, zu demütigen oder Schmerzen und Verletzungen zuzufügen. Wer so etwas macht, muss sich nicht wundern, wenn sich Recht gegen ihn wendet, es zu einem Strafverfahren kommt und der so gepeinigte Zivilklage erheben kann.

Wie eingangs geschrieben, gibt es gewisse Kreise, in denen seit Jahren ein zoophilenfeindlicher Mob tobt und sich in Hass- und Gewaltfantasien ergeht. So verwundert es auch nicht, das auch zu diesen Fällen unverhohlene Meinungen zu lesen sind, die Sympathie mit den Rechtsbrüchen zeigen. Nicht wenige drehen dabei so frei, dass sie unverholen sagen, man würde es nicht bei ein paar Schlägen belassen, wenn man selbst „so einen“ erwischen würde. Mit weniger als Totschlag will es so manch einer nicht belassen. Auch die süffisante Äußerung „ob sich Zeugen melden werden, mag ich zu bezweifeln“ zeigt, wessen geistes Kind der Schreiber ist!

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Wer nun einwendet, es handelt sich bei solchen Äusserungen nur um das strunzdumme Geschwurbel in Facebook, dem muss man entgegen halten, dass es immer wieder zu einem Überschwappen ins reale Leben gibt. Legendär ist der Fall aus Emden, wo ein in Facebook aufgebrachter Mob wie im Wilden Westen vor einer Polizeistation tobte und die Herausgabe eines vermeintlichen Täters forderte.

Beleidigungen und Drohungen gegen Zoophile, Hakenkreuze an Hauswänden und monatelange Kampagnen mit dem Ziel, Menschen komplett zu zerstören, gab es mehr als ein mal. Man muss leider nicht mehr Fragen, wie lange es noch dauert, bist die ersten den nächsten Schritt wagen und es russischen Schwulenhassern gleich tun. In Espenau war es bereits so!

Man kann davon ausgehen, dass das Opfer, das seit Tagen im Koma liegt, höchstwahrscheinlich bleibende Schäden davon getragen hat und kein normales Leben mehr führen kann. Und ich bin mir sicher, dass es genügend Zoophiliegegner gibt, die dieses auch noch bejubeln werden.