Das war’s jetzt?

Mehr durch Zufall als mit Absicht konnte man bemerken, dass seit kurzem die Seiten und Gruppen der „Allianz gegen Zoophilie“ (AgZ) im Fratzenbuch in Facebook verschwunden sind. Ob gelöscht oder nur versteckt, weiss man natürlich nicht, aber wenn man das Grundrauschen in Form von Postings des AgZ-Gründers Reiner Gerlang (alias Vicky Lehmann, Marlies Braun, Ulrike Meyer, Reiner Langenspeer, Sabine Schelling, Marie Baum, Bernd Streier, u.v.m.) liest, scheint das gegnerische Lager nun ganz erodiert zu sein.

In seinem Abschiedsposting [1] [2] jammert Reiner Gerlang, dass „kleinste unbedachte Fehler“ ausgenutzt würden, um die Arbeit der AgZ zu „demontieren“ und man ihn und seine Gruppe in die rechte Ecke drängen würde, obwohl dies nicht stimme. Das ist aber totaler Quatsch, denn nicht andere, sondern er und seine AgZ haben sich ganz und gar selbst dahin manövriert. Es ist blanker Hohn, dass Gerlang behauptet, man habe sich „von rechts gerichtete Gruppierungen und von verfassungsfeindliche Tendenzen distanziert“. Die Wahrheit ist, dass er Artikel von Michael Mannheimer und dem „Honigmann“ zitierte. Beide gehören dem islamfeindlichen reichsbürgerlichem Spektrum an und verbreiten rechtspopulistische Verschwörungstheorien. Deswegen geriet die AgZ auch in den Fokus der Gruppe „Brav im rechten Block“, welche rechtsradikale Tendenzen aufzeigt.

Als der ZETA-Verein im Februar 2014 den Zoophile Rights Day auf dem Potsdamer Platz in Berlin veranstaltete, organisierte die AgZ eine Gegendemonstation, an der auch rund zwei duzend besorgte Bürger rechtsradikale Personen und rechte Größen wie die NPD-Funktionäre Bastian Sommer und Safet Babic und der mehrmals wegen Volksverhetzung verurteilte Berliner NPD-Landesvorsitzende Sebastian Schmidtke teilnahmen. Gemeinsam wurden Parolen wie „Ihr seit Dreck“ und „Vergasen!“ gegröhlt. Eine Distanzierung gab es nie. Ganz im Gegenteil, so wird beispielsweise die verfassungsfeindliche Gesinnung von Basti Sommer immer wieder als harmlose Jugendsünde heruntergespielt [3].

Die gewaltverherrlichenden Äußerungen von Gerlangs Adlatus Jean-Pierre Hort, der auf seiner Facebookseite unverholen vom Tierschutz-Terrorismus (Zitat: „Gezielter Mord ist noch eine Ausnahme…„) schwadronierte, tun ihr übriges, um das Bild zu vervollständigen [4].

Es war also nur richtig und konsequent, dass die Veranstalter des Veganen Sommerfestes in Köln die AgZ ausluden. Bereits letzes Jahr fragten wir die dafür verantwortliche Frau Riedinger, was dieses Pack dort zu suchen hat. Zwar hat sie uns nicht direkt geantwortet, aber die Ausladung dieses Jahr ist eine klare Ansage.

Nun kann man fragen, was Gerlang und die AgZ erreicht haben? Im Prinzip nichts. Während andere Anti-Zoophilie-Organisationen darauf bedacht waren, eine Gesetzesänderung zu erreichen (und sich größtenteils inzwischen wieder wichtigeren Dingen witmen), beschränkte sich die AgZ schon während ihrer Zeit als „Initiative Boykott Zeta“ nur darauf, gegen einzelne Menschen zu hetzen, sie zu beleidigigen, verleumden und bloßzustellen. Dieses setzte sich auch auf ihren Demonstratiönchen fort, wo z.B. Kataloge mit den Steckbriefen bekannter Zoophiler herumgezeigt wurden [5].

Die Krönung an Hetze, Lügen und Verleumdungen waren die Aktionen gegen Menschen, die angeblich ein Tierbordell betreiben würden. Zusammen mit dem Hassprediger Carsten Thierfelder wurde ein Lügengebäude errichtet, mit dem Kriminalpolizei und eine Staatsanwaltschaft zu Ermittlungen gebracht wurden, an dessen Ende sich zeigte, das alles, absolut alles, was behauptet wurde, erlogen und erfunden war. Die AgZ machte sich damit mitverantwortlich, dass unbescholtene Menschen eine Razzia über sich ergehen lassen mussten und im Nachgang vom „Pack“ bedrängt, bedroht und in ihrer Existenz gefährdet wurden.

Genauso menschenerachtend waren die Versuche von AgZ-Mitgliedern, kritische Stimmen von nichtzoophilen Personen mundtot zu machen. Sei es, dass ein Sexualtherapeut immer wieder mit verleumderischen Lügen überzogen wurde, oder auch eine Tierschützerin, die sich gegen die Methoden der AgZ gestellt hatte und daraufhin mit einer regelrechten Verleumdungskampagne angegriffen wurde und man auch nicht davor zurück schreckte, Behörden anzulügen.

Ist die Allianz ganz verschwunden oder werden sie wiederkommen? Viele von denen wohl nicht, denn die meisten, die in der Vergangenheit die AgZ verlassen haben, taten dies, weil sie merkten, wie dämlich sinnfrei die Aktionen waren. Bei anderen kann man sich ein wiederauftauchen durchaus vorstellen, denn sie haben keinen anderen Lebensinhalt als die Hetze, wie sie sie die letzten Jahre veranstaltet haben. Aber wenn, dann würden sie genauso unwichtig bleiben wie in der Vergangenheit. Eine kleine Gruppe in Facebook, die groß im pöbeln war und die vielleicht auch in Zukunft das eine oder andere Opfer ihrer Hetze bloßstellen und als großen Sieg verkaufen würde.

 

Einzelnachweise:
[1] Abschiedsposting der AgZ – Teil 1
[2] Abschiedsposting der AgZ – Teil 2
[3] Bastian Sommer’s Jugendsünden
[4] Zitat (Sreenshot) Jean-Pierre Hort
[5] Bild Gerlang zeigt Steckbriefe von Zoophilen

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