Randnotizen vom anderen Ufer

Vergebene Müh‘

Nachdem vor gut zwei Jahren im Tierschutzgesetz ein Paragraph in Kraft trat, mit dem zoophile Kontakte verboten wurden, haben sich die meisten „Tierschützer“ von dem Thema abgewandt und beschäftigen sich wieder echten Tierschutzthemen.

agz_justizministerNicht so einige Fanatiker, die immer noch in ihren Grüppchen auf Facebook Gift und Galle gegen Zoophile spucken. Denen kann die Verfolgung nicht weit genug gehen. So forderten sie schon mal eine Art Tierficker-Schufa und wollen, dass ein Zoophilieverbot zurück ins Strafgesetzbuch kommt.

Offenbar meinen sie es damit so ernst, dass sie sich mit diesem Anliegen an das Bundesjustizministerium gewandt haben. Dessen Antwort war eindeutig: „Es gibt keine Veranlassung, eine solche Änderung in den Gesetzen vorzunehmen.“.

Demonstratiönchen in Linz

Es ist Sommer, das Wetter schön, da kommen die Facebookhelden der „Allianz gegen Zoophilie“ heraus und veranstalten wieder das eine oder andere Demonstratiönchen. Oder wie auch immer man so eine Veranstaltung nennen mag, die aus 5-10 Personen, einem Gartenpavillion aus dem Baumarkt und zwei Klapptischen mit Flyern besteht.

Eine der „Demonstranten“, Elke Cremer, hat es nicht sein lassen können, einen jungen Waschbär, den sie derzeit aufzieht, mitzunehmen. Waschbären sind Wildtiere, auch wenn sie von Hand aufgezogen werden. Ob dem Tierchen der Stress der Veranstaltung mit fremden Menschen, Geräuschen und Gerüchen toll fand? Dazu Temperaturen von fast 30° auf einem gepflasterten Platz. Das so etwas ausgrechnet von Leuten, die auch gegen Wildtiere in Zirkussen protestieren, geduldet wird, ist erstaunlich. Das nennen wir doch mal wahre Tierliebe!

Erosionen im Feld der Gegner

Nun jammern die Hetzer über Menschen, die vernünftig werden, weil sie merken wie sinnfrei und dämlich die Aktionen sind und in logischer Konsequenz die Gruppe verlassen.

agz_reinerle_jammert_2„Jemand die unsere AgZ-Gruppe verlassen hat schrieb mir das sie in der AgZ keinen Sinn und kein Vorankommen sieht…..“

Da wird natürlich noch mal nachgetreten: „Das muss ich mir von jemanden nicht sagen die noch agz_reinerle_jammert_1nie auf eine VA von AgZ war und meint wenn sie einen Rat bzw Tipp braucht, dann müssen wir sofort springen. […] Ich werde […] mich von profilierende Selbstdarsteller fern halten…“

Leider kennen wir ihn zu gut um zu wissen, das er und seine Mitstreiter nicht im geringsten Nachvollziehen können, warum die ausgetretene Person gegangen ist. Und auch sein Versprechen „Werde demnächst nicht mehr auf FB präsent sein…“ ist wie immer nur lauwarme Luft.

Die Gewaltfantasien von Jean Pierre Hort

Schon etwas älter sind der Screenshot mit Aussagen, die einer der Mitglieder der „Allianz gegen Zoophilie“ tätigte.

jph_1So schrieb er: „Gezielter Mord ist noch eine Ausnahme, aber Brandstiftungen, Bombenanschläge, Überfälle, Einbrüche und Vandalismus gehören fast schon zum Alltag. […] Meine Damen und Herren, es grüßt der Terror.“

So weit, so schlimm, aber seine Gewaltfantasien sind nichts neues. Allerdings erscheinen seine Aussagen in einem ganz neuen Licht, nachdem vor knapp zwei Wochen in Espenau ein Zoophiler fast totgeschlagen wurde. Zwar ist es wohl weit hergeholt, ihn mit den Taten direkt in Verbindung zu bringen, aber andererseits sagt man ja auch, das sind die „Geister, die man rief“. Es düfte jedenfalls sicher sein, dass Herr Hort das Attentat nicht verurteilt und höchstwahrscheinlich sogar klasse findet.

2 Commentsto Randnotizen vom anderen Ufer

  1. Mechahorse sagt:

    „Es ist Sommer, das Wetter schön, da kommen die Facebookhelden der „AgZ“ heraus(…)nennen mag, die aus 5 – 10 Personen, einem Gartenpavillon aus dem Baumarkt und zwei Klapptischen mit Flyern besteht.“
    Äääh, Her Burdinski, Sie wissen schon, daß ebendiese Beschreibung auch auf den ZRD (genauer: auf alle drei bisherig abgehaltenen) zutrifft, allerdings ohne Sommer und schönes Wetter? Schönes Eigentor, volley versenkt, die Pille. Und wieder einmal total unnötige Provokation des opponierenden Lagers.
    Ist dieser Kleinkrieg mittlerweile zum Lebenszweck mutiert? Wie kann man sich nur an diesen Leuten, die nur eine kleine Minderheit im grossen Spektrum der Meinungen zu einem kontroversen Thema darstellen, aufhalten?
    Auch die von Ihnen angeführte Sache mit dem Wildtier findet eine Entsprechung beim ZRD, zu dem ja, obwohl mit massivem Widerstand und eventuellen Übergriffen von Seiten der Gegner zu rechnen war, auch der eine oder andere Hund mitgebracht und so dem inhärenten Risiko bei der Demo ausgesetzt wurde.
    Ist nicht genau das, was Sie hier praktizieren, das Messen mit zweierlei Maß? Auch hier könnte man den Begriff „Tierliebe“ anführen, mit dem Attribut „mißverstandene“ davor.

    Im Falle Espenau wüßte ich außerdem gerne, woher Sie die Gewissheit eines Anschlages nehmen, da noch nicht einmal die Polizei selbst einen schnöden Verkehrsunfall ausschliesst.
    Sollte man sich, wie von Ihrer Seite desöfteren gefordert, nicht vielmehr an Fakten halten anstatt sich in Spekulationen zu ergehen?
    Oder gilt dieses credo nur für die Gegenseite?
    Als agent provocateur leisten Sie gute Dienste, das muß man neidlos anerkennen. Es ist nur fraglich, ob man sich und der gesamten Community mit dieser permanent auf Provokation und Krawall gebürsteten Haltung nicht einen Bärendienst erweist.
    Daß Sie immer wieder den Fehdehandschuh auspacken, das alleine wird einer Toleranz der Zoophilie nicht helfen; ja, es schadet ihr sogar. Mich wundert hier nur, warum Sie die Gegenseite nicht gepflegt und eines Erwachsenen würdig einfach ignorieren und sich lediglich auf sachliche Kommentare zwecks Klarstellung von Lügen beschränken. Das Ignorieren klappt doch auch bei mir ganz gut, oder?

    In diesem Sinne
    MfG

    • Oliver Burdinski sagt:

      Ja richtig, auf den ZRD’s waren auch nicht mehr. Nur darf man da die Vorzeichen nicht ausser acht lassen. Während es für die Demonstratiönchen der Zoophiliegegner („Antis“) schlicht immer weniger Aktivisten gibt, die Interesse an so etwas haben, dürfte es wohl unstreitbar sein, das 99,9% aller Zoo’s, die theoretisch Interesse an Engagement haben, dieses aus Angst vor Diffamierung (oder mehr) nicht tun. So gesehen ist der Vergleich der Teilnehmerzahlen unlauter.
      Ebenso unlauter ist der Vergleich mit den Tieren. Es handelte sich bei dem seinerzeit von Herrn Kiok mitgebrachten Tier nicht um ein Wildtier, sondern um einen sozialisierten Haushund, welcher an Menschen, Gerüche und Geräusche gewöhnt ist. Bei einem jungen(!) Waschbären trifft das nicht zu und da ist die Tierquälerei anzusetzen. Dazu kommt, dass Herr Kiok den Fehler, wie nachzulesen ist, eingesehen hat und es seitdem nicht wieder passiert ist. Es wird eher ein Schuh daraus, wenn man sagt, trotz der Vorwürfe seinerzeit gegen Herrn Kiok hat Frau Cremer nichts daraus gelernt!.
      Und nicht vergessen, Frau Cremer nahm an besagtem ZRD teil und skandierte zusammen mit den Aktivisten der AgZ und ihren rechten Freunden Sätze wie „Ihr seit Dreck“ und „Vergasen!“.

      Zum Fall Espenau ist es richtig, dass die Polizei in alle Richtungen ermitteln muss. Da ein Zeuge ein Quad in der Nähe gesehen hat, ist dieses nicht auszuschließen. Allerdings ist laut telefonischer Aussage der Polizei die Wahrscheinlichkeit eines Verkehrsunfalls – auch aufgrund des Verletzungsbildes des Opfers – deutlich kleiner als 10%!

      Ich sehe mich nicht als „Agent Provocateur“, denn wäre ich das oder wollte ich das sein, gäben die „Antis“ genügend Steilvorlagen, um einen Roman zu schreiben, das am Ende ein dickeres Buch wäre als die Bibel. Daran habe ich aber gar kein Interesse, denn dafür sind diese Leute zu unwichtig (geworden).
      Allerdings, und das muss einfach sein, kann man nicht alles verschweigen und muss manchmal darüber berichten. Zum einen, um deren Mitgliedern einen Spiegel vor Augen zu halten, woran sie sich beteiligen und zum anderen, weil es „da draussen“ genügend Menschen gibt, die den teilweise hanehüchenen Mumpitz der Antis glauben und die ein Recht auf eine Gegenmeinung haben!

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